Die Herzog-Ludwig-Realschule Altötting gewinnt für ihr Projekt Flugzeugmodellbau den „MINT21-Preis“

Neun bayerische Realschulen erhielten am 27.11.2019 in München den „MINT21-Preis“ für verschiedene Projekte in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) – und die Herzog-Ludwig-Realschule Altötting war dabei.

Sie gehört seit mehreren Jahren zu den derzeit 71 MINT21-Schulen in ganz Bayern, deren Ziel es ist, in besonderer Weise das Interesse ihrer Schülerinnen und Schüler an den MINT-Fächern zu fördern. Neun dieser Schulen konnten mit ihren Projekten die Jury des MINT21-Preises besonders überzeugen. Sie erhielten aus den Händen von Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger, Dr. Christof Prechtl, dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., und Michael Mötter, dem stellvertretenden Geschäftsführer vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) die begehrten Preise.

MINT21 Preisverleihung am 27.11.2019 in München. Foto: StMUK/Andreas Gebert

Die Herzog-Ludwig-Realschule gewann nach 2015 bereits zum zweiten Mal den MINT21-Preis, diesmal für die Arbeit im Wahlfach Flugzeugmodellbau. In diesem Kurs, der von StR (RS) Günter Trager initiiert wurde und bereits im dritten Jahr durchgeführt wird, bauen an Technik und Modellbau interessierte Schüler und Schülerinnen Ultraleichtflugzeuge für Innenräume selbst zusammen und stellen alle dafür notwendigen Teile und auch die Werkzeuge selbst her. Die Flieger wiegen bei voller Flugmasse lediglich zwischen 3 bis 15 Gramm und fliegen elegant und mit einer ausgewogenen Geschwindigkeit in großen Räumen der Schule. Die Teilnehmer erwiesen sich dabei als begabte Piloten. Verbaut wurden verschiedenste Materialien wie Balsholz, Styropor, Alublech, Karbonstäbchen und Naturmaterialien. Selbst bei den elektronischen Bauteilen wurden so leichte Alternativen gefunden, dass die Flieger tatsächliche Leichtgewichte sind.
Das Zusammenfügen zum Flugzeug selbst war Präzisionsarbeit auf hohem Niveau, voller Konzentration und viel Fingerfertigkeit. Höhepunkt des Kurses war der Bau von elektrisch angetriebenen, ferngesteuerten Flugmodellen. Die Schüler bekamen dabei einen ersten Einblick in die Elektrotechnik bzw. Elektronik und lernten durchaus zukunftsträchtige Alternativen der Antriebstechnik kennen.
Der ausgezeichnete Kurs zeigt, dass an den Realschulen ausgeprägter Forschergeist herrscht, von engagierten Lehrkräften die Begeisterung für die Naturwissenschaft und Technik bei den Schülerinnen und Schülern geweckt wird und so die Motivation, sich später für einen MINT-Beruf zu interessieren und zu entscheiden, sehr hoch ist.
Elfriede Ohrnberger gratulierte den Schülerinnen und Schülern stellvertretend für Kultusminister Michael Piazolo, der im Vorfeld betonte: „Wir brauchen MINT-Nachwuchs, der auch mal kreativ um die Ecke denkt, um zu neuen Ergebnissen zu kommen.“
Dr. Christof Prechtl erklärte im Namen der vbw: „Die MINT21-Initiative an bayerischen Realschulen ist aus Sicht der Wirtschaft genau der richtige Ansatz. Die Perspektiven in diesem Bereich sind groß, schließlich bietet ein Arbeitsplatz in der Metall- und Elektro-Industrie beste Berufsperspektiven. Die Erweiterung der Initiative um digitale Themen ist im Hinblick auf die Arbeitswelt 4.0 von zentraler Bedeutung.“
Der stellvertretende Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw), Michael Mötter, ergänzte: „Praxisnahe Bildungsprojekte, die Brücken zwischen den Schulen und der Wirtschaft schlagen, sind uns sehr wichtig. Gerade die MINT21-DIGITAL-Initiative bietet eine gute Möglichkeit des Brückenbaus. Die heute prämierten Projekte zeigen, wie ideenreich die Schulen sind.“

Silke Wimmer (nach der Pressemitteilung Nr. 190 des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 27.11.2019)

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