Isabella spielte die erste Geige

Isabella Rompf aus der Klasse 9B als Gründungsmitglied im Bayerischen Realschulstreichorchester

Isabella wurde am Ende des letzten Schuljahres als eine von sechs Schülerinnen und Schülern aus Oberbayern-Ost aus allen Bewerbungen ausgewählt, weil die Jury befand, dass sie ihr Instrument, die Violine, besonders gut spielt. Isabella war somit Gründungsmitglied des ersten Bayerischen Realschulstreichorchesters.

Isabella Rompf links im Bild

Die insgesamt 33 auserkorenen Musiker studierten zunächst eigenverantwortlich mit den Lehrern vor Ort die vorgegebenen Musikstücke ein und kamen nun vom 18.10. bis 21.10.2017 in Nürnberg zusammen, um bei straff organisierten Probentagen gemeinsam mit den Coaches der Nürnberger Symphoniker die Musikstücke in ihrer Streichergruppe und dann letztendlich im Orchester verstärkt zu üben.
Hier konnte Isabella sofort mit ihren musikalischen Fähigkeiten auf der Geige überzeugen und fungierte innerhalb des Orchesters als Konzertmeisterin. Gemeinsam mit dem Dirigenten Professor Guido J. Rumstadt, der nach vielen Gastengagements, unter anderem in Frankreich und Irland, jetzt am Staatstheater Nürnberg tätig ist und zusätzlich an der Hochschule für Musik in Nürnberg lehrt, gab Isabella den Takt für ihre Mitmusiker an.
Der Höhepunkt der Zusammenarbeit der jungen Musiker aus ganz Bayern war das Abschlusskonzert am vergangenen Samstag im schönen Ambiente des Eppeleinsaals auf der Nürnberger Burg. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (Divertimento KV136), Patrick Doyle (Harry Potter und der Feuerkelch) und Karl Jenkins (Palladio) begeisterten die RealschülerInnen nicht nur ihre Eltern und Geschwister, sondern auch Vertreter des Kultusministeriums und der Realschulen.
Fr. Garus-Maier und Fr. Wimmer kamen der Einladung zu diesem Abschlusskonzert sehr gern nach und erlebten hoch motivierte, äußerst konzentrierte und spielfreudige Streicher. Es war ein Genuss, die Musik in einer Professionalität zu hören, die man den Musikern nach nur drei Tagen Zusammenspiel eigentlich nicht zutrauen wollte. Und Isabella hatte als „rechte Hand“ des Orchesterleiters hier einen enorm hohen Anteil daran. Das Orchester lieferte ein harmonisches, homogenes Klangbild, interpretierte die Musik auf gefällige Weise und bot so dem Zuhörer in jeder Phase des Konzerts ein einzigartiges Kulturerlebnis.
Neben vielen Lobesworten, Erinnerungsfotos und Teilnehmerurkunden war der schier nicht nachlassende und sehr lang anhaltende Applaus des Publikums der mehr als verdiente Lohn für jede Realschülerin und jeden Realschüler, die dieses Experiment eines Streichorchesters mit Musikern aus verschiedenen bayerischen Realschulen gelingen ließen und zeigten, dass Musik an bayerischen Realschulen einen sehr hohen Stellenwert genießt.
Für Isabella waren es anstrengende Tage in Nürnberg, aber alle positiven Eindrücke, die neu gewonnenen Freundschaften, das Musizieren mit Profis, der Stolz ihre Eltern und Lehrer und die Gewissheit, viele Menschen mit der Musik erfreut zu haben, überwiegen das Nachlernen des Schulstoffes und die nur kurze Erholungsphase zu Hause.

S. Wimmer, S. Garus-Maier

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